Heut’ geh’ ich ins Maxim
Ich werde kein Operettenlied singen, sondern lesen. Eine Stunde zu früh stehe ich vor dem Neuen Maxim und begreife, dass ich zu Hause auf die falsche Uhr geschaut habe, die noch die Sommerzeit anzeigt. Bleibt also Zeit für eine kleine Runde in Neuhausen, das selbst bei Schmuddelwetter seinen Reiz hat. Ich komme an dem Restaurant vorbei, in dem ich Plätze für nach der Lesung reserviert habe, und trinke dort einen Cappuccino.
Im Neuen Maxim freue ich mich über zweierlei: das Wiedersehen mit Menschen, die ich lange nicht gesehen habe, und das Kino-Ambiente. Der kleine Saal ist für die Lesung toll hergerichtet. Beleuchtung, Lesetisch, Sessel: schöner kann ich es mir nicht vorstellen. Ich freue mich auf neunzig anregende Minuten.
